Wendelinskirche Obersulm-Eschenau

Die Wendelinskirche

Die Wendelinskirche

Der heilige Wendelin, der Namenspatron der Eschenauer Kirche, war bei den Bauern beliebt.

 

Als Königssohn geboren, verzichtete er auf Reichtum und wurde frommer Einsiedler in der Nähe von Trier.

 

Die Bauern kamen zu ihm, wenn sie wegen Ihrer Tiere in Not waren. Und Wendelin half ihnen. Vor seiner Einsiedelei sprudelte eine wunderkräftige Quelle.

 

Später machten ihn die Mönche von Tholey zum Abt ihres Klosters.
Drei Kronen stehen für seine drei Lebensweisen:
Als Einsiedler, als Hirte und Abt.
Sein Fest ist am 20. Oktober.

Hochaltar der Kinderkirche 2003

Der Heilige Wendelin im Hochaltar der Kinderkirche 2003

Geschichte unserer Wendelinskirche

Die 2006-2008 renovierte Westfassade

Die hiesige Kirche hat eine bewegte, teilweise auch noch unbekannte Geschichte. Die Vorgängerkirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Turm werden bei den jüngsten Renovierungsarbeiten Hinweise auf frühere Bauteile gefunden. Auch das Alter der „Heiligenfiguren“ und des 1885 verkauften „Holzreliefs“ deuten darauf hin, dass es schon früher eine Kirche oder Kapelle in Eschenau gegeben hat.
Das Kirchenschiff aus dem Jahr 1592 wird 1756 von den damaligen Dorfherren „von Killinger“ abgerissen, im Barockstil neu erbaut und der bürgerlichen Gemeinde geschenkt. Die damals unter dem Turm eingebaute Gruft dient nur 30 Jahre als Grablege des Dorfadels, wegen Problemen mit dem Grundwasser muss sie aufgegeben werden. Spätestens 1885 wird der Zugang neben dem Altar verschlossen und überbaut. Anfang 2008 erfolgt aus bautechnischen Gründen eine Öffnung, die Gruft wird gereinigt und ist nun durch einen provisorischen Einstieg wieder zugänglich.